Neues von Avantis – ab 2020 Zentrum für nachhaltige Mobilität

Schon im ersten Quartal 2020 wird das RWTH-Spin-Off PEM Motion als Hauptmieter in die ehemalige Produktionsstätte des Photovoltaik-Herstellers Trina Solar im Gewerbepark Avantis einziehen. Felix Delahaye, Geschäftsführer der Avantis GOB & Services NV, begrüßt das ambitionierten und zukunftsweisenden Vorhaben: „Die PEM Motion GmbH und Ihre Partner schließen im Grunde den Kreis zu der Ende der 90iger entstandenen Idee eines Science & Businessparks. Die letzten Jahre haben erfolgreich gezeigt, dass Handel auf Avantis schon funktioniert. Jetzt rückt der Fokus auch verstärkt in Richtung Forschung und Entwicklung. Wir sind davon überzeugt, dass die Ansiedlung des Kompetenzzentrums auch Impuls für weitere Ansiedlungen aus diesem Bereich sein kann und sich eine fruchtbare Partnerschaft im Hinblick auf Mobilität in und um den Gewerbepark ergibt.“ Die PEM Motion GmbH wurde 2014 im Rahmen der StreetScooter-Entwicklung gegründet, um aus der Arbeit des Lehrstuhls für Elektromobilitätskomponenten der RWTH gewonnene Erkenntnisse anderen Unternehmen zugänglich zu machen und somit zur Mobilitäts- und Energiewende beizutragen. Die Projekte des Unternehmens reichen von der Entwicklung und dem Testen von Batterietechnologien über den Karosseriebau bis hin zum Prototypenbau und bedienen alle Ingenieursthemen rund um die Elektromobilität. Mittlerweile arbeiten rund 90 Mitarbeiter weltweit für Automobilhersteller und Mobilitäts-anbieter an drei Standorten in Europa und Nordamerika und expandiert nun auch auf AVANTIS. Neben der PEM Motion ziehen weitere Partner aus den Bereichen Brennstoffzellen-produktion, Infrastruktur, Logistik und Mobilität an den neuen Standort – darunter u.a. die Alternative Energy Driven Solutions GmbH, Velocity und Ducktrain. Ziel ist es, am Standort AVANTIS mittelfristig ein Kompetenzzentrum für alle Heraus-forderungen der nachhaltigen Mobilität und Logistik aufzubauen, das mit kurzen Wegen schnelle Lösungen ermöglicht. Dieses Kompetenzzentrum möchte sich ferner zur Aufgabe machen, ein Mobilitätskonzept für die Mitarbeiter der angesiedelten Unternehmen zu realisieren, das aus einem Mix von Velocity-Stationen, Ladesäulen für elektrische Fahrzeuge, Pool E-Motorrollern und E-Fahrzeugen, Carsharing und ÖPNV besteht und dies kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch das Thema Wasserstoff als Energieträger für den Verkehrssektor soll in Betracht gezogen werden. Zudem ist angedacht, in diesem neuen Standort ein „Humanotop“ im kleinen Rahmen umzusetzen, d.h. alle nötigen Ressourcen von Energie bis Wasser sowie Lebensmittel bis hin zur Mobilität und Infrastruktur selber bereit zu stellen. Prof. Dr. Manfred Sicking, Vorstand und Beigeordneter für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen der Stadt Aachen ergänzt: „Das Kompetenzzentrum „Future Mobility“ kann möglicherweise Antworten auf einige der drängendsten Fragen unserer Zeit liefern. Einmal mehr zeigt sich, dass die Aachener Hochschulen und deren Spin-Offs von großer Bedeutung für die Entwicklung und den Stellenwert der Region sind. Der Gewerbepark Avantis, der seinerzeit als grenzüberschreitendes Gewerbegebiet ebenfalls Innovationscharakter besaß, bietet die Chance, solche innovativen Spin-Offs am Standort Aachen zu halten und deren weitere Entwicklung in der Nachbarschaft zu den Hochschulen zu ermöglichen.“